Nordkette und Hungerburgbahn

In 20 Minuten vom Goldenen Dachl auf 2 300 Meter, mit Blick über die Stadt und ins Karwendel.

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Stand Oktober 2026, Angaben der Betreiber. Preise und Zeiten ändern sich, die Buchungsseite gilt.

In 20 Minuten vom Goldenen Dachl auf 2 300 Meter, mit Blick über die Stadt und ins Karwendel. Der Perspektivenweg ab Seegrube ist der leichteste Höhenweg Tirols.

Talstation Rennweg 3 (Congress)Adresse
2,5–3 StundenZeitbedarf
Innsbruck–Hafelekar Berg und Tal: Erwachsene 56 €Eintritt
Sommer 25.4.–1.11.2026: Hungerburgbahn Mo–Fr 7:15–19:15Öffnungszeiten
Seegrube auf der Nordkette über Innsbruck
Seegrube auf der Nordkette über Innsbruck

Öffnungszeiten und Preise 2026

Angabe
ÖffnungszeitenSommer 25.4.–1.11.2026: Hungerburgbahn Mo–Fr 7:15–19:15, Sa/So 8–19:15; Seegrubenbahn 8:30–17:30; Hafelekarbahn 9–17; Juni bis September eine Stunde länger
EintrittInnsbruck–Hafelekar Berg und Tal: Erwachsene 56 €, Kinder 33,60 €, Jugend 44,80 €; Innsbruck–Seegrube 50,40 €; Hungerburgbahn allein 14 € / Kinder 8,40 €; Kombiticket mit Alpenzoo 23 € / 14 €; gültig bis 1.11.2026; eine Berg- und Talfahrt in der Innsbruck Card
AnreiseTalstation Congress am Rennweg, 5 Gehminuten vom Goldenen Dachl; Haltestelle Museumstraße (Linien A, C, J, K, M, 1, 2)
AdresseTalstation Rennweg 3 (Congress), 6020 Innsbruck

Geschichte und Zahlen

Die Hungerburgbahn von Zaha Hadid fährt seit 1. Dezember 2007 in rund sechs Minuten von 569 auf 857 Meter, 1,8 Kilometer mit 288 Metern Höhenunterschied. Seegruben- und Hafelekarbahn stammen von 1928 und wurden 2004 erneuert. Seegrube liegt auf 1 905 Metern, die Hafelekar-Station auf 2 269 Metern, die Hafelekarspitze mit 2 334 Metern ist von dort in wenigen Minuten erreicht. Von der Altstadt bis ganz oben dauert es etwa 20 Minuten Fahrt.

Blick von der Seegrube auf Innsbruck
Blick von der Seegrube auf Innsbruck

Was man sieht

Vier Stationen in einer Fahrt: die Hungerburg mit dem Blick über die Stadt, die Seegrube auf 1 905 Metern mit Restaurant, Terrasse und dem Start des Perspektivenwegs, die Hafelekar-Station mit dem Karwendel-Panorama nach Norden und dem Inntal nach Süden, und zehn Minuten darüber die Hafelekarspitze. Die Stationen der Hungerburgbahn sind Zaha Hadids Entwurf von 2007, geschwungene Glasdächer, die an Eisformen erinnern; die Löwenhaus-Station am Inn ist die schönste davon.

Besuch planen

Das Ticket Innsbruck–Hafelekar deckt alle drei Sektionen; wer nur die Aussicht will, fährt bis zur Seegrube und spart sechs Euro, wer auf den Gipfel will, bis zum Hafelekar und geht die letzten Minuten zur Spitze. Oben ist es auch im Juli zehn Grad kälter als in der Stadt, Jacke mitnehmen. Die Hungerburgbahn fährt ab 7:15, die Hafelekarbahn erst ab 9, also oben nicht vor 9:30 rechnen. Die Alpenzoo-Kombi lohnt sich für Familien: Zoo an der Zwischenstation, danach weiter nach oben. Im Winter ist die Seegrube ein Skigebiet mit eigenen Tarifen.

Die vier Stationen im Detail

Congress, 569 m. Die Talstation am Rennweg 3 hinter dem Hofgarten, fünf Gehminuten vom Goldenen Dachl. Hier gibt es die Tickets für alle Sektionen und das Kombiticket mit dem Alpenzoo. Die Bahn fährt unterirdisch ab und taucht am Inn auf. Löwenhaus, am Inn. Die schönste von Hadids Stationen, mit der Brücke über den Fluss; aussteigen lohnt für das Foto. Alpenzoo, 750 m. Der Zoo liegt direkt an der Station; mit Kombiticket geht es danach weiter hinauf. Hungerburg, 857 m. Ende der Standseilbahn nach 1,8 Kilometern und 288 Höhenmetern, mit Terrasse über der Stadt, Restaurant und dem Umstieg in die Seegrubenbahn; im Advent steht hier der höchste Christkindlmarkt der Stadt. Seegrube, 1 905 m. Restaurant, Sonnenterrasse, Start des Perspektivenwegs und im Winter der Skipisten. Hafelekar, 2 269 m. Die Bergstation mit dem Karwendelblick; die Hafelekarspitze mit 2 334 Metern ist in zehn Minuten erreicht, der Goetheweg zur Pfeishütte beginnt hier.

Alpenzoo Innsbruck
Alpenzoo Innsbruck

Alle Tarife 2026

Strecke, Berg und TalErwachseneSenioren / StudierendeJugend (Jg. 2007–09)Kinder (Jg. 2010–19)
Innsbruck – Hafelekar (Top of Innsbruck)56,00 €51,50 €44,80 €33,60 €
Innsbruck – Seegrube50,40 €30,20 €
Hungerburg – Hafelekar47,60 €28,60 €
Hungerburg – Seegrube42,00 €25,20 €
Innsbruck – Hungerburg14,00 €8,40 €
Seegrube – Hafelekar11,20 €
Kombiticket Alpenzoo (Sektion I)23,00 €14,00 €
Top of Innsbruck Plus Zoo61,00 €39,00 €

Tarife gültig bis 1. November 2026; einfache Fahrt Innsbruck–Hafelekar 33,60 €, Innsbruck–Hungerburg 8,40 €. Kinder unter sechs Jahren fahren frei. Eine Berg- und Talfahrt bis Hafelekar ist in der Innsbruck Card.

Betriebszeiten

BahnSommer 25.4.–1.11.2026Juni–SeptemberHinweis
HungerburgbahnMo–Fr 7:15–19:15, Sa/So/Fei 8:00–19:15gleichfährt auch im Winter, Fahrplan prüfen
Seegrubenbahn8:30–17:30eine Stunde längerRevision 20.–24.4.2026
Hafelekarbahn9:00–17:00eine Stunde längerletzte Talfahrt beachten

Wandern ab Seegrube und Hafelekar

Der Perspektivenweg beginnt an der Seegrube: 2,8 Kilometer und 142 Höhenmeter auf einem breiten Weg mit zehn Corten-Stahl-Elementen von Snøhetta, auf denen Sätze Wittgensteins stehen, und einer Aussichtsplattform über der Stadt. Eine Stunde, für alle, die gehen können. Der Goetheweg beginnt am Hafelekar und führt 5,2 Kilometer über den Kamm zur Pfeishütte auf 1 922 Metern, höchster Punkt um 2 280 Meter; zwei bis zweieinhalb Stunden hin, hin und zurück mit Einkehr fünf Stunden, feste Schuhe und Trittsicherheit nötig. Der Innsbrucker Klettersteig beginnt wenige Meter westlich der Hafelekar-Station, Schwierigkeit C/D, über Kaminspitzen und Kemacher zum Langen Sattel, 4,5 bis 6,5 Stunden mit rund 650 Höhenmetern; nur mit Klettersteigset und Erfahrung, die Nordkettenbahnen verkaufen ein eigenes Klettersteig-Ticket. Ab der Hungerburg führen leichte Wege zur Arzler Alm (30–45 Minuten) und weiter zur Rumer Alm.

Zirbenweg am Patscherkofel
Zirbenweg am Patscherkofel

Im Winter

Die Seegrube ist das Skigebiet über der Stadt, steil und kurz, mit dem Karrinne-Hang als einer der steilsten Pisten Österreichs; die Tageskarte lag 2025/26 bei 56 € für Erwachsene (Drittquelle, vor Ort prüfen), das Gebiet ist auch im SKI plus CITY Pass. Die Hungerburgbahn fährt ganzjährig, der Blick auf die verschneite Stadt ist im Dezember vor 16 Uhr am besten. Rodeln ist auf der Nordkette nicht möglich; dafür ist der Hungerburg-Christkindlmarkt vom 20. November bis 6. Jänner der Grund für eine Fahrt am Nachmittag.

Anreise zur Talstation

Die Station Congress liegt am Rennweg 3 hinter dem Hofgarten, fünf Gehminuten vom Goldenen Dachl und fünfzehn vom Hauptbahnhof. Mit dem Bus halten die Linien A, C, J, K, M, 1 und 2 an der Museumstraße zwei Minuten entfernt, der Bus 540 halbstündlich direkt am Congress. Parken in der Congress-Garage unter der Station, die an Wochenenden früh voll ist. Wer vom Alpenzoo oder von der Hungerburg startet, kauft das Ticket dort; die Kombi mit dem Zoo gibt es nur an der Talstation. Die Innsbruck Card wird am Drehkreuz gescannt und gilt für eine Berg- und Talfahrt bis ganz oben.

Webcams und Wetter

Die Nordkettenbahnen zeigen Webcams von Seegrube und Hafelekar; bei Nebel in der Stadt lohnt der Blick, weil die Seegrube oft über der Wolkendecke liegt. Bei Sturm stellt die Hafelekarbahn den Betrieb ein, die Seegrube fährt meist weiter; Gewitter am Sommernachmittag kommen nach 15 Uhr, der Vormittag ist die sichere Hälfte. Die Temperatur fällt pro Sektion um rund fünf Grad: 25 Grad in der Stadt sind zehn am Hafelekar, und Schnee liegt oben bis in den Juni.

Gruppen und Schulklassen

Gruppen ab 15 Personen bekommen an der Talstation Gruppentarife, Schulklassen eigene Preise; beides nur an der Kasse, nicht online. Für Gruppen ist der frühe Vormittag unter der Woche der verlässliche Termin, weil die Kabinen der Seegrubenbahn 800 Personen pro Stunde schaffen und am Wochenende voll sind.

Das Hafelekar im Winter

Die Hafelekarbahn fährt auch im Winter für Skifahrer und Aussichtsgäste, die Seegrube ist Skigebiet; der Gipfelweg zur Hafelekarspitze ist dann vereist und nur mit Grödeln sinnvoll. Die Aussicht ist im Winter oft klarer als im Sommer, weil die Luft trockener ist, und die Stadt liegt im Dezember ab 16 Uhr im Lichtermeer unter der Bergstation.

Fotografieren und beste Zeit

Vormittags liegt die Sonne auf der Stadt und die Nordkette im Gegenlicht, nachmittags umgekehrt: für Fotos der Stadt von oben ist der Nachmittag richtig, für die Kette von der Stadt aus der Vormittag. Die Hafelekarspitze hat bei klarer Sicht Blick bis zum Großglockner im Südosten und über das Karwendel nach Norden. Wolken hängen oft an der Seegrube, während das Hafelekar darüber frei ist, also nicht an der Seegrube umkehren, bevor man die Webcam geprüft hat. Der leerste Tag ist ein Werktag im Mai oder Oktober.

Mit Kindern auf die Nordkette

Die Hungerburgbahn ist für Kinder die Attraktion, nicht der Gipfel: sechs Minuten, davon ein Tunnel, die Brücke über den Inn und die Station am Zoo. Das Kombiticket Alpenzoo für 23 € und 14 € für Kinder reicht für einen halben Tag. Wer weiter hinauf will, nimmt die Seegrube; dort gibt es die Terrasse, den breiten Perspektivenweg und im Sommer Kühe auf der Alm. Das Hafelekar ist mit kleinen Kindern Geschmackssache: windig, steinig, zehn Minuten zum Gipfel. Kinderwagen kommen bis zur Seegrube, auf dem Perspektivenweg nur mit Geländereifen. Kinder unter sechs fahren frei, Kinder ab Jahrgang 2010 zahlen 33,60 € bis ganz oben.

Essen auf dem Berg

Auf der Hungerburg, der Seegrube und am Hafelekar gibt es je ein Restaurant mit Terrasse; die Seegrube ist das größte und hat die Sonne bis zum Abend. Die Preise liegen über der Stadt, die Portionen sind Tiroler Format. Wer Picknick mitnimmt, findet Bänke an jeder Station; Wasser gibt es oben zu kaufen, nicht an Brunnen. Freitags im Sommer fährt die Bahn länger und die Seegrube hat Abendprogramm, die Termine stehen auf nordkette.com.

Geschichte der Bahnen

Die erste Hungerburgbahn fuhr ab 1906 vom Inn hinauf und wurde 2005 stillgelegt; die heutige Standseilbahn mit den vier Stationen von Zaha Hadid eröffnete am 1. Dezember 2007. Seegruben- und Hafelekarbahn stammen vom Juli 1928 und wurden 2004 erneuert, mit 800 und 620 Personen pro Stunde. Die Stationen gelten als Hadids erste realisierte Bauten in Österreich nach der Schanze von 2003 und sind heute selbst Sehenswürdigkeit: geschwungene Doppelkrümmungsdächer aus Glas auf Betonsockeln, die je nach Station an Gletscher, Schnee oder Eiszapfen erinnern sollen.

Tipp für den Besuch

Mit der Innsbruck Card ist der Eintritt enthalten; ab zwei bis drei Museen am Tag rechnet sich die Karte. In der Nähe: Goldenes Dachl, Stadtturm, Dom zu St. Jakob, Kaiserliche Hofburg.

Was kostet Nordkette 2026?

Innsbruck–Hafelekar Berg und Tal: Erwachsene 56 €, Kinder 33,60 €, Jugend 44,80 €; Innsbruck–Seegrube 50,40 €; Hungerburgbahn allein 14 € / Kinder 8,40 €; Kombiticket mit Alpenzoo 23 € / 14 €; gültig bis 1.11.2026; eine Berg- und Talfahrt in der Innsbruck Card

Wann ist Nordkette geöffnet?

Sommer 25.4.–1.11.2026: Hungerburgbahn Mo–Fr 7:15–19:15, Sa/So 8–19:15; Seegrubenbahn 8:30–17:30; Hafelekarbahn 9–17; Juni bis September eine Stunde länger

Wie komme ich zu Nordkette?

Talstation Congress am Rennweg, 5 Gehminuten vom Goldenen Dachl; Haltestelle Museumstraße (Linien A, C, J, K, M, 1, 2)

Wie viel Zeit braucht man für Nordkette?

2,5–3 Stunden.

Tickets und Touren

Vorab gebucht, mit kostenloser Stornierung bei den meisten Angeboten.

Nordkette Tickets: GetYourGuideKombitickets: Tiqets

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